Gesund bleiben. Fit werden. Sich richtig wohlfühlen:

In der Aktiv-Oase - dem Gesundheits- & Fitnessclub in 04838 Eilenburg

SELBSTMORD DURCH NICHTSTUN

DAS LEBENSZEITKONTO

 

Stell dir folgendes vor: Eine gute Fee schenkt dir ein Konto, auf das jeden Tag automatisch 86.400 Euro eingezahlt werden. Sie stellt allerdings zwei Bedingungen:

 

1. Du musst die gesamte Summe jeden Tag komplett ausgeben. Du darfst das Geld nicht auf ein anders Konto überweisen oder auf sonst eine Art beiseiteschaffen.

 

2. Irgendwann – an einem x-beliebigen Tag – werden die Einzahlungen ohne Vorwarnung aufhören, und du weißt nicht wann es soweit ist.

 

Was wirst du mit dem Geld tun? Wofür gibst du es aus?

 

Tatsächlich hat solch ein Geschenk bereits jeder von uns erhalten: Jeden Tag bekommen wir 86.400 Sekunden auf unser Lebenszeitkonto eingezahlt.

 

Jeden Tag brauchen wir alle diese Sekunden auf und keiner weiß, wann die Einzahlungen vorbei sein werden. Wie gehst du mit deinem Lebenszeitkonto um? Gibst du nur aus, oder denkst du auch daran einzuzahlen? Denn das – siehe oben – hat die Fee dir nicht verboten.

 

 

Eine Studie der Bundesregierung: Langatmig, schwer zu lesen, unverbindlich? Durchaus nicht; das beauftragte Robert-Koch-Institut findet in seinem Bericht sehr klare Formulierungen. Grund für uns, die Studie (gekürzt, aber inhaltlich unverändert) abzudrucken.

 

Ein körperlich inaktiver Lebensstil ist ein wesentlicher verhaltensbezogener Risikofaktor, mit dem eine Reihe von Gesundheitsgefährdungen einher geht: Hierzu zählen einige der wichtigsten chronisch-degenerativen Krankheiten, insbesondere Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes. Nach Schätzungen aus den USA sind ca. 250.000 Todesfälle im Jahr, das sind 23 % aller durch chronische Erkrankungen bedingten Todesfälle, dem Mangel an regelmäßiger körperlicher Aktivität zuzurechnen. Für Deutschland wurde geschätzt, dass mehr als 6.500 Herz- Kreislauf-Todesfälle pro Jahr vermieden würden, wenn lediglich die Hälfte der körperlich inaktiven Männer im Alter von 40 bis 69 Jahren gemäßigten körperlichen Aktivitäten nachgingen.

 

SPORT SCHÜTZT UNS VOR BURN-OUT UND PFLEGEHEIM

 

Körperliche Inaktivität ist zudem ursächlich mit vielen Beschwerden des aktiven und passiven Bewegungsapparates verbunden. So hat der Mangel an körperlicher Aktivität einen erheblichen Anteil an der „neuen Volkskrankheit Rückenschmerz“, die ein wichtiger Grund für Krankschreibungen und Frühberentung ist (siehe auch „Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystem“, Schwerpunktbericht der GBE des Bundes). Körperliche Inaktivität erhöht auch das Risiko altersbedingter Stürze, einer besonderen Gefahrenquelle für die Gesundheit und Selbständigkeit älterer Menschen. Im Vorfeld von Erkrankungen und Beschwerden fördert körperliche Inaktivität bereits die Entwicklung unterschiedlicher gesundheitlicher Risikofaktoren, wie Bluthochdruck und Übergewicht.

 

Eine gesteigerte körperliche Aktivität wirkt nicht nur den genannten gesundheitlichen Risiken entgegen, sie fördert zugleich die körperliche Fitness sowie das physische und mentale Wohlbefinden. Gerade den sportlichen Aktivitäten werden in diesem Zusammenhang anti-depressive und allgemein stimmungsverbessernde Effekte zugeschrieben sowie weitere gesundheitsrelevante Wirkungen wie z. B. die Stärkung des Selbstvertrauens. Solche Aktivitäten sind offensichtlich geeignet, andere gesundheitsrelevante Verhaltensmuster (Rauchen, Ernährung), soziale Faktoren von Gesundheit (z. B. soziale Unterstützungssysteme) sowie deren Kontext (Bewegungsumwelt) positiv zu beeinflussen.

 

JOGGEN IST GESÜNDER ALS PUTZEN

 

Regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität gehören zu den wichtigsten Einflussfaktoren der Lebensqualität und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden. Durch gezielte körperliche Aktivität lässt sich in jedem Alter der

Entwicklung von Krankheiten und Beschwerden entgegenwirken. Da die Lebensgewohnheiten vieler Menschen zunehmend durch Bewegungsmangel und monotone Bewegungsabläufe gekennzeichnet sind, wird den mit körperlicher Aktivität verbundenen Präventionspotenzialen inzwischen verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet. Eine Reihe jüngerer Studien hat nachgewiesen, dass körperliche Berufs- und Hausarbeit keine bzw. deutlich geringere gesundheitliche Effekte als freizeitsportliche Aktivitäten erbringen. Mit anderen Worten: Obwohl z.B. Putzen, Arbeit auf dem Bau und Joggen einen vergleichbaren Kalorienverbrauch ergeben, ist ihre Auswirkung auf die Gesundheit absolut nicht vergleichbar.

 

EMPFEHLUNG DES BUNDES

 

Nach den aktuellen Empfehlungen internationaler Public Health Organisationen wie dem American College of Sports Medicine (ACSM) oder dem Netzwerk Gesundheit und Bewegung Schweiz sollten Erwachsene täglich mindestens 30 Minuten an moderater körperlicher Aktivität ausüben, was einem zusätzlichen Energieverbrauch von ca. 200 kcal pro Tag entspricht. Als moderate körperliche Aktivitäten gelten solche, bei denen man etwas schwerer atmen muss als normalerweise, wie z. B. beim Radfahren mit normaler Geschwindigkeit oder beim „strammen“ Spazieren gehen.

Für einen optimalen gesundheitlichen Nutzen sollten Erwachsene darüber hinaus nach Möglichkeit drei Ausdauertrainingseinheiten (Dauer 20 bis 60 Minuten je Einheit) und zwei kraft- und beweglichkeitsorientierte Trainingseinheiten pro Woche ausüben.

 

 

Quelle: Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 26 „Körperliche Aktivität“

 

 

 

 

 

 

 

 
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