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In der Aktiv-Oase - dem Gesundheits- & Fitnessstudio in Eilenburg

WAS SCHÜTZT UNS VOR STRESS? 

Haben Sie Nerven wie Stahlseile? Ihnen kann Stress nichts anhaben? Glückwunsch!

Es gibt aber Menschen, die durch Stress psychisch erkranken. Woran liegt das?

Eine Gruppe von Forschern der Universität Bonn analysiert Faktoren, die uns vor Stress schützen können.

 

Es ist schon längst kein „Privileg“ mehr, als Manager an Stress zu erkranken. Anhand der steigenden Arbeitsunfähgkeitstage kann man erkennen, dass Stress unsere Gesellschaft in erheblichem Umfang beeinflusst. Stress dringt in das Leben der Betroffenen ein und verändert (fast) alles. Er sorgt dafür, dass die psychische Gesundheit der Mitarbeiter für Unternehmen zum wirtschaftlichen Faktor wird. Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit steht daher im Zentrum. Zeit also, dass die Wissenschaft nach wirksamen Schutzmechanismen sucht, die uns widerstandsfähig machen gegen Stress und Burnout.

 

DIE RESILIENZ-FORSCHUNG

 

Resilienz bedeutet psychische Widerstandskraft. Das Team der Universität Bonn um den Psychologen und Neurowissenschaftler Dr. Martin Reuter sucht nach Ansätzen zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft (Resilienz). Sie gehen der Frage nach, welche genetischen Eigenschaften dafür verantwortlich sind, dass einige Menschen sehr gut mit Belastungen am Arbeitsplatz umgehen können, während andere unter den gleichen Umständen psychisch erkranken. Die Wissenschaftler leiten daraus ab, dass Menschen nicht automatisch als Stressopfer ihrer Umwelt betrachtet werden können.

 

WIRD STRESSANFÄLLIGKEIT VERERBT?

 

Wie Stress auf unseren Organismus wirkt ist wissenschaftlich bekannt. Auch die biologischen Vorgänge, die dabei ablaufen, sind bekannt. Heute wissen wir, dass in erster Linie Dauerbelastungen zu einer gesteigerten Ausschüttung von Glukokortikoiden - wie Cortisol - ins Blut führen. Wenn dieses Hormon dauerhaft ausgeschüttet wird, können sich eine Reihe von Begleitsymptomen entwickeln. Das kann zu einem empfindlichen Ungleichgewicht bis hin zu Ausfällen im menschlichen Hormonkreislauf führen, in dessen Folge wiederum Appetitstörungen auftreten können oder krankmachende Schlaflosigkeit. Das hormonelle Ungleichgewicht kann auch Ausgangspunkt einer Depression sein. Aber - und das ist ein hoffnungsvolles Zeichen - nicht alle Menschen werden von Stress und Burnout gleichermaßen betroffen und belastet. Das bedeutet, dass diese Menschen über Genvarianten verfügen, die man vererbt bekommt. Sie können etwa die Verfügbarkeit von Stresshormonen oder die Anzahl von Rezeptoren, über die die Hormone wirken, beeinflussen.

 

DIE UMWELT

 

In der Forschung wird dabei aber nicht nur betrachtet, was der einzelne Mensch für Veranlagungen mitbringt, sondern es geht auch darum herauszufinden, wie Umweltfaktoren das Ablesen der Gene beeinflussen. Dieses Forschungsfeld nennt sich Epigenetik. Die Ergebnisse sagen aus, dass sowohl kritische Lebensereignisse, als auch Heilverfahren wie die Psychotherapie die Aktivität unserer Gene beeinflussen können. Bei Menschen, die viel Stress am Arbeitsplatz erleben, kann dies zu einer stressbedingten Abschaltung oder Überaktivierung von Genorten führen, die für unser körperliches und seelisches Gleichgewicht wichtig sind. Damit steht fest, dass die Ablesbarkeit der Gene veränderbar ist. Es existiert also keine Unabänderlichkeit durch Vererbung, sondern die Umweltfaktoren selbst haben erheblichen Einfluss auf die Aktivität der Gene.

 

Damit sind allen, die mit der Behandlung dieser Krankheitsbilder befasst, sind völlig neue Horizonte erschlossen. Je detaillierter das Wissen um die Zusammenhänge erforscht ist, desto zielgerichteter kann man in den kommenden Jahren die psycho-pharmazeutische Forschung vorantreiben. Gleichzeitig kann versucht werden ein verbessertes Resilienz-Training zu entwickeln.

 

Bis dieses Wissen verfügbar ist und ggfs. auch schon in pharmazeutische Produkte geflossen ist, die den Betroffenen helfen, müssen Menschen, die stressanfällig sind weiterhin auf der Hut sein. Eine gesunde Mischung aus Arbeiten, entspannt leben und körperliche, sportliche Aktivität ist die beste Voraussetzung, dass Depression und Burnout keine Chance haben. Wichtig, ja entscheidend: Das gesunde Maß finden, also Sorgen nicht "in sich hineinfressen", sondern darüber reden - und beim Sport nicht überzocken bis zur Erschöpfung, sondern Körper und Geist in ausgewogenem Maße mit vernünftigen Steigerungen fordern, damit sich beide daran gewöhnen und Stück für Stück leistungsfähiger werden. Dabei kann ein Therapeut oder auch zeitweise ein Personal Trainer eine wertvolle Unterstützung sein.

 

 

 

 

 

 
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